Stöpsel oder Ohrenmuscheln werden oft falsch angewendet

Gehörschutz wird am Arbeitsplatz häufig nicht richtig verwendet. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsschutz (BGIA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Ein typischer Fehler bestehe darin, Stöpsel, die vor Lärm schützen sollen, nicht tief genug ins Ohr zu stecken.
 
Auch seien die Dichtungskissen von Ohrenschützern oft veraltet. „Gehörschutz sorgt in der Praxis häufig nur für sehr geringe Schalldämmung“, sagt Martin Liedtke vom BGIA. Als Störfaktoren nennt er Bügel von Schutzbrillen, Haltebänder von Atemschutzmasken, zu dichtes Kopfhaar und Ohrschmuck. Weil eine Dauerbelastung mit mehr als 85 Dezibel zu Schwerhörigkeit führen kann, sollte unbedingt auf den richtigen Einsatz des Gehörschutzes geachtet werden.
 
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Photos.com