Die Beschwerden lindern

Wie Sie Halsweh, Schnupfen, Fieber und Husten behandelnEine klassische Erkältung beginnt mit Halsschmerzen, dann folgt Schnupfen und schließlich Husten. Unter Umständen kommt auch Fieber dazu. Wir zeigen Ihnen, was Sie zur Linderung der Beschwerden tun können und welche Mittel helfen.

Linderung für Rachen und Hals

Gurgellösungen mit desinfizierenden Wirkstoffen hemmen das Bakterienwachstum auf der Mundschleimhaut, erreichen aber nicht die tiefer gelegenen Regionen des Rachens. Sprühlösungen gelangen auch an schwer zugängliche Bereiche. Lutschtabletten enthalten desinfizierende, schmerzstillende oder reizlindernde Substanzen wie natürliches Salz, das die entzündete Rachenschleimhaut abschwellen lässt.

Wirkstoffe

Desinfizierende Mittel wie Amylmetacresol, Chlorhexidin oder Cetylpyridiniumchlorid töten Erreger ab. Salbei und Kamille hemmen Entzündungen und desinfizieren.

Lokalanästhetika wie Benzocain eignen sich wegen ihrer sofort einsetzenden schmerzstillenden Wirkung bei starken Schluckbeschwerden.

Schleimstoffe sind in pflanzlichen Arzneimitteln mit Isländisch Moos, Spitzwegerich, Eibisch oder Malvenblüten enthalten und bilden einen schützenden Film auf der Mundschleimhaut.

Den Schnupfen lösen

Ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen aus Fichtennadeln oder Eukalyptus kann im Frühstadium einer Erkältung Wunder wirken. Die Inhaltsstoffe gelangen über Atemwege und Haut in den Körper. Sie verflüssigen das zähe Nasensekret und desinfizieren.

Um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten, höchstens 15 Minuten in maximal 38 Grad warmem Wasser baden. Auch Erkältungsbalsame enthalten ätherische Öle. Auf Brust oder Rücken aufgetragen, erleichtern sie das Durchatmen. Für Kleinkinder gibt es milde Zubereitungen ohne Kampfer und Menthol.

Wirkstoffe

Nasentropfen und -sprays mit Xylometazolin (auch in Kombination mit einem schleimhautschützenden Wirkstoff) oder Tramazolin erleichtern das Atmen. Sie sollten aber nur wenige Tage lang verwendet werden.

Ätherische Öle aus Latschenkiefer oder Pfefferminze verflüssigen zähes Sekret, wirken entzündungshemmend: zum Baden, Einreiben und Inhalieren.

Befeuchter: Meerwasser-Nasensprays und Nasen spülungen mit natürlicher Salzlösung befeuchten die Schleimhaut und spülen Erreger weg.

Bei Fieber ruhen und schwitzen

Ruhe ist die wichtigste Maßnahme bei fieberhaften Infekten mit Kopf- und Gliederschmerzen, Schwäche und Abgeschlagenheit. Feucht-kalte Wadenwickel senken die Temperatur. Leichte Kost und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind generell empfehlenswert. Besser geeignet als zuckerhaltige Fertigtees sind Kräutertee-Mischungen aus der Apotheke.

Wirkstoffe

Schmerzstillende und fiebersenkende Arzneimittel enthalten Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen. Zur Fiebersenkung sollten sie erst bei hohem Fieber ab 39 Grad zum Einsatz kommen. Bei Kopfschmerzen helfen wenige Tropfen einer zehnprozentigen Pfefferminzöllösung, auf Stirn und Schläfen verteilt.

Schweißtreibende Tees mit Linden- oder Holunderblüten führen Flüssigkeit zu und eignen sich auch bei erhöhter Temperatur.

Husten: Reiz lindern oder lösen?

Verschleimter Husten

Hustenlöser mit Acetylcystein oder Ambroxol verflüssigen den zähen Bronchialschleim und erleichtern das Abhusten

Ätherische Öle aus Thymian, Primel oder Eukalyptus oder die Pflanzenstoffe Cineol und Myrtol wirken entzündungshemmend, antibakteriell, schleim- und krampflösend.

Ein Extrakt aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie drosselt die Vermehrung von Viren sowie Bakterien und löst zähen Schleim. Das verkürzt die Krankheitsdauer, verhindert Rückfälle.

Trockener Reizhusten

Hustenblocker wie Dextrometorphan oder Pentoxyverin dämpfen das Hustenzentrum im Gehirn. Pflanzenextrakte aus Sonnentau oder Efeu lindern den Hustenreiz und lösen Schleim.

Schleimstoffe aus Spitzwegerich und Isländisch Moos bilden einen wohltuenden, reizlindernden Film auf der Rachenschleimhaut.

Apotheken Umschau, Bildnachweis: PhotoDisc